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Wer einmal einen ungewöhnlichen Film sehen will, der sollte sich Franklyn ansehen. Worum es geht? Am ehesten kann man den Film als einen Mix zwischen Familiendrama und dystopischen Thriller einordnen, doch auch das trifft den Film nur näherungsweise. Es ist ein Episodenfilm, der mit drei Charakteren im heutigen London spielt. Es geht um einen verlorenen Sohn, eine suizidgefährdete Künstlerin und einen vor dem Altar sitzengelassenen Bräutigam. Doch ein letzter Charakter ist es, der den Film besonders macht: ein Rächer, der einzig Ungläubige in der Stadt Meanwhile City, einem dystopischen Schmelztigel verschiedenster Religionen. Die oberste Regel der Stadt: Jeder muss eine Religion haben. Und alleine diese krassen Gegensätze in der Filmhandlung machen ihn zu etwas besonderem. Deswegen möchte ich mich einer Wertung enthalten, und einfach jedem Filmfreund, der mal Lust auf etwas anderes hat dieses Werk ans Herz liegen. Denn auf jedenfall ist der Film eines: Einzigartig.

Der Womanizer
by Pfirsich
Ich muss gestehen, ich bin diesen Film angegangen, da ich mal wieder eine richtig böse Kritik schreiben wollte. Eine blödsinnige Liebeskomödie mit Jennifer Garner? Das sind zwei Dinge, die diesen Film für mich gedanklich schon sterben ließen. Allerdings wurde ich eines besseren belehrt. Den ob man es glauben will oder nicht, der Film ist tatsächlich recht unterhaltsam.
Inhalt:
Connor Mead (Matthew McConaughey) ist Modefotograf und ein Playboy, der seines gleichen sucht. Gerade eben noch aus dem Bett eines Popstars gestiegen, schon mal schnell mit den letzten drei Verehrerinnen per Conference Call Schluß gemacht – das ist sein Leben. Doch ärgerlicherweise muss er zur Hochzeit seines Bruders Paul (Breckin Meyer), wo er dann auf noch auf Brautjungfer und Jugendliebe Jenny (Jennifer Garner) trifft.
Doch als er sich gerade über die letzte Brautjungfer hermachen will, mit der er noch nicht geschlafen hat, erscheint ihm im Bad sein Onkel Wayne (Michael Douglas)(der ihn einst zum Playboy erzog), der ihm ankündigt, drei Geister werden ihm bis zum nächsten Morgen (dem Tag der Hochzeit) besuchen. Welche Geister? Der Geist der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Freundinnen. Und natürlich wollen die ihn überzeugen, es doch nochmal mit Jenny zu versuchen.
Schauspieler:
Matthew McConaughey spielt am Anfang den unsympathischen Macho und am Ende (natürlich) den Geläuterten. Problem: Die beiden unterscheiden sich von der Mimik und vom Ausdruck kaum. Jennifer Garner hat in ihrer Rolle als 08/15 RomCom Mädel keinerlei Probleme, bekommt aber zu wenig Screentime (für mich etwas sehr erfreuliches) um ihr erscheinen auf dem Cover zu rechtfertigen. Überraschung des FIlms ist Michael Douglas, der als alter Herzensbrecher eine Glanzleistung darbietet.
Kritik:
Ich muss sagen, ich bin bei diesem Film nur nach dem Poster gegangen. Aber tatsächlich inde ich es eine wirklich nette Idee, die Weihnachtsgeschichte auf diese weise leicht zu verändern. Allerdings hätte diese Adaption etwas weniger offensichtlich sein können, stellenweise wurde unangenehm viel von der Vorlage übernommen.
Außerdem wirkt der Film auf mich etwas sehr komprimiert, ein paar Fraueneskapaden mehr hätten der Geschichte sicherlich nicht geschadet. Auch die Hintergründe und Geschichten der verschiedenen Charaktere hätten noch etwas besser beleuchten werden können. Kurzum: Eine halbe Stunde mehr hätten Der Womanizer zu einem wirklich guten Film machen können. Doch so wie er ist, bleibt nur wenig über ihn zu sagen: Die Playboy Geschichte wird charmant rübergebracht und die Witze haben teilweise sogar etwas Geist, was bei Komödien heutzutage doch verwundert. Überraschung des Films ist sicherlich Michael Douglas’ Performance als alter Playboy, die wirklich großartig ist. Lediglich das Ende wirkt etwas seh altbacken, da hätte man noch etwas erfidnerischer sein können. Aber das gehört vielleicht so zur Vorlage. Alles in allem eine durchaus gut gelungene Romantikkomödie.
Fazit:
Nette Romantikkomödie für Freunde des Genres. Kurzweilige Unterhaltung, die schnell wieder vergessen ist.
3 von 5 Toastern






Transformers 2 – Revenge of the Fallen
by Pfirsich
Der erste ‘Transformers’-Film hatte alles: Roboter, die sich in Autos verwandeln – eine gottgleiche Kombination – und natürlich Megan Fox. Hat also Michael Bay mit Teil 2 mehr von sehr guten ersten Teil geliefert? Oder reicht er gar an sein bestes Werk, Bad Boys 2 (vermutlich mein liebster No-Brain Actioner) heran? Eins zumindest vorweg: Noch nie hat ein Film wie derart zwiegespalten den Kinosaal verlassen lassen.
Inhalt:
Sam Whitwicky geht aufs College und versucht so, sein Leben ganz normal weiterzuführen. Die Beziehung mit Freundin Mikaela versucht er über Videochats am laufen zu halten, damit diese sich weiterhin halbnackt und verschwitzt in der Werkstatt ihres Vaters räkeln kann. Braver Sam. Doch ein Teil des im ersten Film zerstörten Allspark blieb in Sams Kleidung und übertrug so alles Wissen auf ihn. Nun ist Sam zum Ziel für die Decepticons geworden, die mithilfe der Informationen im Allspark eine neue Energon-Quelle finden wollen.
Schauspieler:
Wie man sich vielleicht denken kann, gibt es im Film nur zwei Schauspieler zu kritisieren: Shia LeBeouf und Megan Fox. Ersterer liefert keine übermäßige, aber doch gute Performance ab und überlässt wenn es sein muss den Robotern und Megan Fox das Feld. Diese räkelt ihren Körper in den knappsten Outfits durch den gesamten Film und zeigt, dass sie ihren #1 als FHM’s Sexiest Women of the World redlich verdient hat.
Kritik:
Ich habe ja schon geschrieben, dass dieser Film mich etwas unschlüssig in der Bewertung machte. Einerseits hat er riesige Roboter die alles in die Luft sprengen. Und Megan Fox. Andererseits sind da diese groben und grotesken Fehlentscheidungen die im Bezug auf das Drehbuch und den Film gemacht wurden. Aber fangen wir mal bei der Story an.
Das Drehbuch geht mit den Geschehnissen aus Teil 1 recht frei um. Diese wurden nämlich alle vertuscht. Richtig, auch die riesige Schlacht am Ende, bei der praktisch eine gesamte, voll bevölkerte Großstadt zerschossen wurde. Auch das Gesamtkonzept geht irgendwie nicht so recht auf. Denn im Vergleich zum ersten Teil wurde viel zu viel schlechte Slapstick-Comedy eingebaut. Die Beispiele dafür sind leider viel zu zahlreich: Es gibt beispielsweise einen alten Transformer, der sich in ein Flugzeug verwandeln kann, und einmal einen Fallschirm furzt. Ja genau, ein furzender Transformer. Dann sind da noch zwei Transformer-Zwillinge die sich ständig streiten und dabei mehrere Slapstickeinlagen haben. Und – warum auch immer – ein kleinwüchsiger ägyptischer General. Und ein Minitransformer, der in einer Szene wie ein kleiner Hund Megan Fox’ Bein begatten will. Alles in allem bei weitem zu viel Slapstick. In Teil 1 gab es den ‘Sektor 7′ – Chef. Der war für den ein oder anderen Slapstick-Lacher gut und das komische Element im Film. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Eines der vielen Dinge, die Teil 1 besser machte.
Außerdem fällt mir eine generelle Vermenschlichung der Transformers auf, die dem Film nicht gut tut. Die Zwillinge mit ihrem viel zu menschlichen Gezanke und der „alte“ Autobot sind Beispiele dafür. Das passt alles irgendwie nicht zu den Robotern in Teil 1, die eher übermenschlich und weise rüberkamen. Ich muss hier vielleicht mal die Erklärung abgeben, dass ich nie die Fernsehserie gesehen habe, falls irgendetwas von diesem Unsinn also schon dort vorkam, sei mir verziehen. Ich kann mich nur auf dem ersten Transformers-Film beziehen. All diese menschlichen Eigenschaften, altern und herumzanken, sowie die Tatsache, dass neue Transformer „gebrütet“ werden, scheint mir irgendwie nicht so in das Bild der Maschinenrasse, das ich in Teil 1 hatte, zu passen.
Nächster Kritikpunkt: Es gibt viel zu viele neue Transformer auf beiden Seiten. Im ersten Teil kannte man noch jeden einzelnen, während die Maschinen in Teil 2 mehr oder weniger anonymes Kanonenfutter sind. Größtenteils kann man die Autobots und Decepticons nur noch an ihrer Augenfarbe auseinanderhalten. Dann ist da das Charakterdesign der „neuen“. Der alte Roboter hat einen Metallbart und Gehstock und die von mir schon so oft bemängelten Zwillinge ziemlich dämlich Fratzen. Wie gesagt, das passt für mich alles nicht in das Bild der Rasse, das ich aus Teil 1 hatte. Aber auch die alte Garde hat sich verschlechtert. Selbst große Fans der Serie haben mir gesagt sie hatten in einer Szene, in der Starscream und Megatron sich unterhalten (also still im Build stehen) keine Ahnung mehr welcher von beiden jetzt Megatron bzw. Starscream ist. Die Transformer sind auf beiden Seiten zu großen, farblos-grauen Klötzen verkommen.
Und nun mein letzter großer Kritikpunkt: Die Schnitte. ‘Was? Wieso sollte mich das interessieren?’ werdet ihr euch fragen. Ganz einfach: Weil es jeden der halbwegs aufpasst unglaublich stört. Oft weiß man nicht mehr, ob man in derselben oder in einer nächsten Szene ist, und dann gibt es teilweise mal Szenen die keinen Sinn machen. Eine Szene besteht nur daraus, dass Sgt. Lennox in einem Flugzeug sitzt und sich meldet. In etwa so „Hier Sgt. Lennox.“ Nichts weiter. Diese Szene hat keinen, wirklich überhaupt keinen Sinn. Warum kann man sie nicht einfach rausschmeißen?
Aber natürlich hat Transformers auch gute Seiten: Megan Fox zum Beispiel ist mal wieder großartig. Und dann erst die Kämpfe! Optimus Prime hat Energieschwerter! Und der letzte, finale Kampf dauert eine geschlagene halbe Stunde! Und dann erst Optimus Prime ganz am Schluss! Es ist einfach stellenweise unfassbar cool. Man findet sich durchaus mal in der Situation wieder, dass man im Kinosaal Sätze wie ‘Heilige Scheisse!’ oder auch ein simples ‘Wooooooho!’ brüllt.
Update: Nachdem ich den ilm noch einmal habe revue passieren lassen, muss ich noch mehr schmerzhafte Punkte anführen. Zunächst nochmal ein paar Logiklöcher: Eigentlich transformieren sich die Transformer ja in Autos, um unerkannt zu bleiben. Aber warum zur Hölle hat Starscream dann auf einmal riesige ‘Tattoos’ auf dem Flugzeug? Und warum verwandelt sich Megatron in einen Alien-Panzer? Und was für einen Sinn hat es für einen Decepticon sich in Raubkatzenähnliches Metallding zu verwandeln? Dann gibt es da noch andere Logiklöcher: EIn Decepticon kann sich nach Ägypten teleportieren. Warum zur Hölle kann genau dieser Decepticon sich teleportieren udn kein anderer? Und warum gibt es einen Decepticon der sich in eine Frau verwandeln kann? Dann müsste sich doch jeder von denen als Mensch tarnen können! Alles in allem sind mir das zu viele unausgereifte Teile im Film. Und ich bewerte zwar in meinen kritiken nach Unterhaltungsgrad, das soll aber nicht zum Freifahrtschein werden, mit purer Action alles glattbügeln zu können. Neue Wertung: 2,5 Toaster
Fazit:
Transformers: Revenge of the Fallen ist ein in Teilen unfassbar cooler Film. Aber leider bringt er auch viele ärgerliche Schwächen mit sich. Alleine diese tausenden furchtbar unnötigen und nervigen Slapstick-Einlagen brachten mich an manchen Stellen des Films dazu ihm nur einen Toaster verpassen zu wollen. Aber wer Teil 1 mochte, und wer ohne den Anspruch an einen besseren Film ins Kino geht, der kann einen unterhaltsamen Nachmittag erleben. Gerade im Kino kommen die bombastischen Effekte besonders gut an. (Anmerkung: Ich war in einem kleinen Kino, bei dem der verfluchte Vorführer das Bild erst nach eine geschlagenen Dreiviertelstunde halbwegs scharf bekommen hat.)
2,5 von 5 Toastern





Hier eine Gegendarstellung von Kastenbrot und eine Gegendarstellung meinerseits zu seiner Gegendarstellung:
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Terminator: Salvation
by Pfirsich
Man hat schon viel schlimmes über den „neuen“ Terminator gehört. Er wurde als unmenschlich schlecht bezeichnet, als Ausgeburt des Bösen. Und ich bin mit all diesen Kritiken im Hinterkopf ins Kino gegangen. Da dachte ich „Wird n unterhaltsamer Actionfilm“. „Filme mit Christian Bale können nicht schlecht sein“ dachte ich. Doch was mich erwarten sollte, war schlimmer als das, was George Lucas und Steven Spielberg Indiana Jones angetan haben. Können Maschienen vergewaltigt werden?. Diese Frage hat sich sicherlich jeder von uns schon einmal gestellt. Terminator: Salvation sagt ja. Dennwas Indiana Jones angetan wurde, trifft nun auch den T-800. Wo der ein oder andere Actionfilm logische Schlaglöcher hat, die man einfach übersehen kann und die einen Film wie Stirb Langsam 4.0 gerade so wahnsinnig unterhaltsam machen, steuert der neue Terminator auf einen Marianengraben an logischem Widersinn zu. Was sich mir bot kann und will ich nicht akzeptieren.
Schauspieler:
Christian Bale steht in diesem Film wirklich als einziger Fels in der Brandung, während er umspült wird von Wogen der Untalentiertheit und der Rest der Cast versucht ihn mit ihren Maschienenhänden mit in den Abgrund zu reißen. Bales Leistung ist kein großer Kracher, vielleicht guter Durchschnitt, aber verglichen mit dem Rest der „Schauspieler“ ist seine Leistung oscarreif. Und Antoch Yelchin spielt mit, seit Charlie Bartlett mein absoluter Hass-Schauspieler.
Kritik:
Der Film zwingt einem schon im vornherein alles was man denkt über Bord zu werfen, denn am meisten Screentime bekommt nicht Christian Bale sondern Marcus Wright. Doch dieser wird gleich im Prolog als verurteilter Bruder- und Polizistenmörder goutet, was ihn nich unbedingt zum Sympathieträger Nummer 1 macht. Das allerdings hätte man sich sparen können, da der Mann sowieso schon mehr als unsympathisch rüberkommt. Nachdem unser verurteilter Mörder also vermeintlich gegrillt wurde (aber natürlich nur vermeintlich), sehen wir endlich Christian Bale in der Zukunft. Endlich, dachte ich mir, alles schön schmutzig. Der Stil des Films gefällt schonmal. Und diese schicken roten Armbinden, die die Leute alle links tragen, dürften gerade beim deutschen Publikum nochmal umso besser ankommen! Also sehen wir einen Angriff auf die Maschienen, viele Sachen gehen kaputt, alles in Ordnung soweit. Doch schon jetzt schlägt das Drehbuch eiskalt zu: „Überraschend ruhig hier!“. Hmmm… was wird jetzt wohl passieren?? Wie kann man Spannung nur so ermeucheln? Und dann kommt John Connor, der nach 2-Sekunden Flug in seinem Helikopter einer Atomexplosion entkommt. Und dann folgt ein Logikgraben nach dem anderen:
Hatten die Leute in den Zukunftsblenden der alten Filme nicht Laserwaffen? Was sehe ich dann hier noch M16-Gewehre? Doch das sind Sachen die nur die Fans aufregen dürften. Die wahren Grausamkeiten bekommt jeder zu spüren.
Die Kommandobasis der Menschen liegt in einem U-Boot, um unentdeckt zu bleiben, allerdings betreibt der Widerstand riesige Flugplätze auf denen Jäger und Bomber starten. Doch das scheint offensichtlich keinen Angriff der Maschienen zu provozieren, genau wie die anderen tausend Basen, auf denen rumgeballert wird, dass es noch Kontinente weiter Gehört finden sollte. Andererseits: Ihre Waffen bringen den Maschienen ja offensichltich nichts, denn bei deren Streuung würde man am ehesten das Ziel treffen, wenn man in die entgegengesetzte Richtung feuert. Warum dann also Angst haben? Und dann erst ein Kernpunkt der Story: Die Maschienen nehmen Menschen gefangen. Warum zur Hölle sollten sie das tun? Sind es Evil Nazibots die nur zum Spaß Menschen in ihre ganz eigenen Gefängnisse stecken? Oder war McG gedanklich gerade in Matrix steckengeblieben als er das Drehbuch schrieb?
Und dann gibt es auch noch Motorradbots. Und ja, natürlich können sie umprogrammiert werden, damit ein Mensch sie benutzen kann. Sie haben dazu gleich praktischerweise Sitze, is ja auch unfassbar nützlich bei einem sich selbst steuernden Gefährt. Und dann erst die Story. Diese Story! John Connor betreibt genug Befehlsverweigerei um gleich ein ganzes Erschießungskommando nach ihm zu bennen. Und natürlich hört am Schluss niemand auf das idiotische Oberkommando, wieso auch. Wenn Connor sagt wir nutzen die letzte Gelegenheit die Menschheit zu retten nicht, dann machen wir das auch nicht. Und dann, als auch schon am letzten Toaster für diesen Film zweifle, eine kleine Rettung: Arnie! Oh mein Gott ist die Szene cool. Doch der Schluss des Films setzt dem ganzen dann noch einen neuen, wohlverdienten Tiefpunkt. John Connor wird operiert. Und zwar – haltet euch fest – In der Wüste. In so nem richtigen kleinen Krankenlager. Richtig, unter freiem Himmel. In der Wüste. Is ja auch viel schöner draußen, ich frage mich warum die Ärzte das nicht öfter machen. Doch dann setzt das Schlußopfer unseres eigentlich Zweithelden, der aber viel mehr kostbare Screentime verbraucht hat, nochmal Maßstäbe für die Vorhersehbarkeit und den Unsinn des Drehbuchs. Das wars. Schluss. Aus. Ende. Patient tot. Doch Terminator: Salvation wäre nicht Terminator: Salvation, wenn man nicht auch demm schlimmsten Schluss nochmal etwas hinterherschieben könnte. John Connor sagt aus dem Off, bei schon schwarzem Bildschirm, einen Satz, der sinngemäß in etwa so lautet: „Denkt daran, wir gestalten unsere Zukunft selbst“. Wow. Ich konnte das aus dem Drehbuch hinausgestrichene „And Kids: Don’t do drugs!“ fast noch leise im Hintergrund mithören.
Anmerkung:
Viele sagen jetzt sicher, man kann und sollte von Actionfilmen keine Logik erwarten. Dies ist sicherlich richtig, solange sich diese Logiklöcher nicht fehlend auf mein Empfinden des Films auswirken und homogen mit ihrer Filmwelt verschmelzen. Bei Terminator: Salvation war dies allerdings der Fall. Wie immer gilt hier natürlich: Das ist nur meine Meinung. Und wie immer gilt: Das ist auch die einzig richtige Meinung. Leute die eine andere Meinung haben, sind einfach schlechtere Menschen. Vielleicht schreibe ich darüber mal einen eigenen Artikel. Also über die homogene Filmwelt, nicht darüber, dass ich immer Recht habe. Obwohl…
Fazit:
Einer den unmöglichsten Filme, die mir je untergekommen sind. Spielt in einer Liga mit Martyrs. Ein Toaster für den gelungenen Stil des Films. Und ein halber für Arnies Cameo.
1,5 von 5 Toasten






Radio Rock Revolution
by Pfirsich
Passend zu unserer UK-Week befassen wir uns heute mit einem britischen Film: Radio Rock Revolution.
Die Zeit des Rock n’ Roll – die Zeit von Radio Rock Revolution – habe ich persönlich nur aus Erzählungen mitbekommen. Vermag dieser Film also nur Veteranen der 68er Revolution zu begeistern? Oder sorgen Stars wie Philip Seymour Hoffman und Bill Nighy dafür, dass auch ich diesen Film als eine wahre Freude empfinde?
Inhalt:
Im Jahr 1966 hat die Jugend mit den Radiostationen zu kämpfen, denn es wird kaum Rock- und Popmusik gesendet. Die letzte Rettung: Der Sender „Radio Rock“, der von einem Schiff in der Nordsee aus völlig legal sendet. Der 18-jährige Carl, Neffe von Radioboss Quentin (Bill Nighy) wird von seiner Mutter zu Erziehungszwecken auf das Boot geschickt und macht sich unter den DJ’s schnell Freunde. Darunter auch den Star des Senders, ‘The Count’ (Philip Seymour Hoffman). Doch eine Gruppe in der Regierung rund um den Minister Dormandy (Kenneth Branagh) will die Gesetzeslücke schließen, die es dem Boot erlaubt, zu senden.
Schauspieler:
Warum der eher unbekannte Tom Sturridge als Carl eine eher blasse Hauptfigur abgibt, ist schnell erklärt: Er wird eiskalt von den Stars des Films an die Wand gespielt, den DJs. Beginnen wir bei Nick Frost, dem einen oder anderen sicher im Doppelpack mit Simon Pegg in Shaun of the Dead und Hot Fuzz bekannt, der einen korpulenteren, aber nichtsdestotrotz sexhungrigen DJ spielt. Herausstechend ist auch Rhys Ifans, der als Kult-DJ Gavin im stylishen lila Sakko und im passenden riesigen Hut heutzutage nur noch als Zuhälter durchgehen würde. Und natürlich haben wir da auch noch Bill Nighy und Philip Seymour Hoffman, die beide großartiges leisten. Ein durch und durch gut besetzer Film.
Kritik:
Schon relativ zu Beginn fällt positiv ins Gewicht, dass dieser Film sich nicht zu stark um seine Hauptfigur Carl herum entwickelt. Stattdessen lebt er von den vielen Stars und dem einmaligen 60er Feeling, dass selbst ein Jungspund wie ich verspürt. Dabei geht, für mich zumindest, der größte Teil dieses Feelings nicht wie zu erwarten von der Musik, sondern von den Klamotten aus. Da wünscht man sich manchmal ein kleines bisschen die 60er zurück.
Einzig und allein kritisieren könnte man die etwas schwächelnde Story, die sich ab und an doch recht gewollt anfühlt. Hier tritt wieder etwas ein, was mir bei der Kategorie der Feel-Good Movies oft auffält: Wozu denn diese unnötige Story? Man wünscht sich einfach, dass das harmonische Miteinander auf dem Boot vor sich herdümpelt, und es macht Spaß sich das anzusehen. Da stört die gekünstelte Story manchmal einfach nur.
Aber sich die kleinen Abenteuer und Eskapadenden DJs anzusehen, die passende Musik anzuhören und diese ganze Zeit einfach etwas mitzufühlen, das macht Radio Rock Revolution aus.
Aber noch einen Gedanken zum Schluss: Oft wurde von diesem Film als nostalgisches Meisterwerk geredet. Wer allerdings mit dieser Erwartung hineingeht, wird enttäuscht werden. Sicherlich handelt es sich hier um einen guten, wenn nicht sehr guten Film. Aber es ist und bleibt ein klassischer Feel-Good Movie. Und wer auch nur mit der Erwartung an einen guten Film ins Kino geht, der nett anzusehen ist und einem einfach Spaß macht, der wird auch sicherlich nicht enttäuscht werden.
Fazit:
Radio Rock Revolution ist ein überdurchschnittlicher Film, der ganz und gar von den sympathischen Charakteren und dem Charme der Zeit lebt. Ein Garant für einen unterhaltsamen Nachmittag.
4 von 5 Toastern






Ein wahres Martyrium… im negativsten Sinne
by Pfirsich
Frankreich: Wein, Essen und gewaltverherrlichende Horrorfilme. Das galt zumindest gerade die letzten Jahre immer mehr, in denen französische Regisseure den guten Geschmack des Publikums immer und immer weiter strapaziert haben. Der Film Irréversibel schockte mit seiner minutenlangen Vergewaltigungsszene von Monica Bellucci damals weit über Frankreich hinaus und bekam das berüchtigte Ab-18 Rating, dass in Frankreich eigentlich Hardcore-Pornographie vorbehalten ist. Ja, ihr hört richtig. Dieselben freiheitlichen Zensurbestimmungen gelten übrigens auch für PC-Spiele. Und trotzdem bringen sich nicht alle Gegenseitig um. Aber während mich die Ereignisse von vor vier Wochen wieder dazu zu bringen, meine leicht francophile Seite zu zeigen, kommen wir lieber weieder zurück zum Thema. Also, dieses Ab-18 Rating hat sich jetzt auch ein Zweiter Film einheimsen können: Martyrs. Aber ist dieser Film wirklich solch ein beängstigender, grausamer Streifen, dass er sich seinen Ruf als „Der neue Hostel“ verdient hat? Filmstarts.de vergab immerhin grandiose 9/10!
Inhalt:
1975 kann die Polizei die verängstigte Lucie in einem Industriegebiet aufgelesen, sie wurde offensichtlich brutal körperlich misshandelt, aber nicht sexuell missbraucht. Sie kommt in ein Weisenhaus, unfähig zu erzählen wer ihr das alles angetan hat. Nur mit der kleinen Anna freundet sich Lucie an, ihr erzählt sie, ein Monster würde sie verfolgen.
15 Jahre später: Wir sehen eine Familie beim gemeinsamen Frühstück. Da klingelt die Tür. Es ist Lucie. Mit einer Schrotflinte (Dazu ein kleiner Kommentar: Es ist eine doppelläufige Schrotflinte und Lucie lädt auch tatsächlich jedesmal nach zwei Schuss nach, das freut mich!). Sie erschießt zuerst den Vater, dann die Mutter, den Sohn und schließlich die Tochter. Sie ruft Anna an und versichert, die friedliche Familie am Frühstückstisch wären ihre ehemaligen Peiniger gewesen. Doch hat Lucie einen schrecklichen Fehler gemacht?
Kritik:
Diesen Film zu kritisieren ist wahrlich schwer, ohne die weitere Handlung zu verraten. Während andere Seiten, die diesen Film positiver bewerten, mit einem einfachen „Die Geschichte ist so gut, dass man sie nicht verraten sollte“ abwinken können, möchte ich meine Kritik dann doch irgendwie begründen können. Sagen wir einfach mal: Bis zur oben beschriebenen Szene ist der Film kein Stück brutal. Ich erwartete einer Art „SAW in noch besser“, doch Martyrs enttäuscht mich auf ganzer Linie. Nachdem die Familie erschossen wurde, passiert ganz einfach sehr, sehr lange nichts. Ihr habt richtig gehört. Bisher „schockt“ der Film lediglich mit dem erschiessen von einem 13-16jährigen Mädchen. Und die „Folter“ der kleinen Lucie? Die wird in Rückblicken gezeigt. Was hat man ihr angetan? Man hat ihr… ab und an mal eine runtergehauen wenn sie keine Erbsensuppe essen wollte. Ja, sie wurde in einem Stuhl festgescghnallt und musste grünes Zeug essen. Kein Gift oder so, ganz normales Essen. Doch als ich an dieser Stelle war hoffte ich noch, Martyrs würde durch eine Art extrem brutale Szene seinen Ruf verdienen. Pustekuchen! Denn bis zum letzten Drittel des Films passiert nichts mehr. Man sieht Anna und Lucie die Leichen wegräumen. Und das was danach kommt, ist so hanebüchend und blödsinnig , dass jeder unserer Comics mit eienr logischeren Geschichte glänzt. Ich glaube tatsächlich, dass das schlimme an diesem Film ist, dass die Leute aus so hirnrissigen und blödsinnigen Gründen gefoltert werden, dass man es garnicht glauben kann. Die Protagonistin wird auch im späteren Verlauf noch einmal gefoltert. Wieder mit derselben Brutalität wie die junge Lucie. Und der letzte brutale „Folterschock“, der mich aus dem Sessel sein soll…. naja, sagen wir einfach wer einmal SAW angeschaut hat, der lacht eher wegen der miserablen Maskenqualität.
Fazit:
Dieser Film hat seinen Ruf absolut nicht verdient. Ich glaube ich wurde selten so sehr von einem Film enttäuscht. Es gibt einfach keine so übermäßig brutale Szene, die den Ruf dieses Films auch nur halbwegs rechtfertigen würde.
1,5 von 5 Toastern






Watchmen – Die Wächter
by Pfirsich
Viel wurde gemunkelt und geflüstert über Zack Snyder’s Comic-Verfilmung Watchmen. Es hagelte grandiose Kritiken, und nun schreibe auch endlich ich, der einzige Kritiker dem ihr vertrauen könnt, eine Kritik zu Watchmen. Gleich zu Beginn: Ich war schon vor dem Kinobesuch voreingenommen. Zack Snyder begeisterte mich schon mit Dawn of the Dead und 300, und da das alle Filme sind, die er gemacht hat, liegt seine Erfolgsquote damit bei 100%. Zuletzt noch ein kleiner Hinweis: Ich habe den Comic, wie wahrscheinlich die meisten der Zuschauer, nicht gelesen.
Inhalt:
Das Jahr 1985: Richard Nixon steht am Beginn seiner fünften Amtszeit (Ein sehr republikanerfreundlicher Film, wenn eine falsch gelaufene alternative Realität mit einer fünften Amtszeit Nixons dargestellt wird) und der Kalte Krieg ist in vollem Gange. Seit den 30er Jahren bekämpften Superhelden das Verbrechen, bis schließlich durch den Keegan-Act in den 70er die maskierten Rächer verboten wurden. Die Meisten, so wie Nightowl II oder Silk Spectre II (Ihre Vorfahren sind schon längst im Ruhestand), zogen sich zurück, einige aber, so wie der blutgierige Comedian oder der durch einen Unfall zu Superkräften gekommene Dr. Manhatten blieben im Dienst der Regierung. Ozymandias, der intelligenteste Mann der Welt, ließ die Maske offen fallen und machte durch Merchandising ein Vermögen. Allerdings gibt es da noch Rorschach, der auf eigene Faust und mit brutalen Methoden das Verbrechen zu bekämpfen sucht, und, ganz nebenbei bemerkt, die coolste Sau von allen ist.
Die Geschichte beginnt mit dem Mord am Comedian. Was die Polizei schnell als Raubmord abstempelt, erregt bei Rorschach Verdacht, der schnell eine riesige Verschwörung gegen alle Superhelden wittert. So macht er sich auf um Unterstützung von den anderen Superhelden zu bekommen, die jedoch alle konsequent ablehnen. Erst nach einem Attentat auf Ozymandias glauben auch andere, dass da etwas Faul ist…
Schauspieler:
Die schauspielerische Leistung zu bewerten, ist bei einem solchen Film teilweise besonders schwer. Während Dr. Manhatten schlicht und ergreifend ganz einfach ein emotionsloser Typ ist, kann ich mir Rorschach nicht anders als einfach nur saucool vorstellen. Ausgesprochen positiv ist mir nur der Comedian alias Jeffrey Dean Morgan aufgefallen. Dieser Schauspieler ist allerdings auch ein Phänomen: Vor 2-3 Jahren tauchte er, zumindest so wie ich es wahrgenommen habe, einfach so aus dem Nichts in Nebenrollen wie in Grey’s Anatomy auf, und verbreitete sich dann rasant über Serien und Kinofilme.
Kritik:
Gleich zu Anfang kann der Film mit einem großartigen Anfang Punkte machen, denn nachdem der Comedian getötet wurde, folgt eine großartige Montage mit den verschiedensten Szenen der Superheldengeschichte, das alles dann noch unterlegt mit Bob Dylans „The Times They Are A-Changin“. Danach ist man perfekt auf die düstere Welt des Films eingestimmt und spätestens hier weiß man: Das ist keine typische Superheldenverfilmung. Watchmen orientiert sich mehr am Film Noir und wirft viele philosphische Fragen auf, was allerdings im Gegensatz zu The Dark Knight hier glaubwürdig und ohne dass der moralische Hammer einen praktisch aus der Leinwand heraus erschlägt geschieht. Wer also auf schnelle Action Kost á la Hulk oder Spiderman aus ist wird bitterlich enttäuscht.
Das erstaunliche ist, dass es Snyder schafft, diesen wilden Genremix aus klassischer Kriminal-Verschwörungsgeschichte und Superheldenstory glaubwürdig darzustellen. Naja, zumindest bis auf einen Punkt: Die Gewalt. Glaubt mir wenn ich sage, dass ich mir nie hätte träumen lassen, einmal übertriebene Gewalt in einem Film kritisieren zu müssen, das ist ein persönlicher Tiefpunkt. Aber während ich Ozymandias und Rorschach (hach, Rorschach) diesen übertriebenen Gewalthang noch durchaus zutraue, gibt es eine Szene, in der Nightowl II und Silk Spectre II eine Bande Gangster aufreiben. Und hier kann ich dem nachdenklichen, eher pazifistischen Nightowl und der ebenso friedlich wirkenden Silk Spectre einfach nicht abkaufen, dass sie sich praktisch von einer Sekunde zur anderen zu brutalsten Arm- und Beinbrüchen verleiten lassen, das passt irgendwie nicht zu ihrem Charakter.
Nun zu einem anderen Thema: Dem Filmverlauf. Die erste Hälfte des Films nimmt sich ausgiebig Zeit um die Charaktere und die Welt von Watchmen genau zu beleuchten. Der Unfall, der Dr. Manhatten Superkräfte verleiht hat wird mit der daraus resultierenden emotionalen Verwahrlosung genaustens geschildert, genauso wie das Zerbrechen seiner Beziehung zu Silk Spectre II. Die wiederum hat Probleme mit ihrer Mutter, die einst fast vom Comedian vergewaltigt wurde, aber dennoch in Trauer wegen seines Todes ist. Dann haben wir da natürlich noch Nightowl II, der seit dem Keegan Act in Einsamkeit lebt und alten Zeiten nachtrauert. Diese Subplots summieren sich erst in der zweiten Hälfte des Films zu einem großen Ganzen, und jetzt nimmt der Film auch an Fahrt auf. Hier kommt die Verschwörung richtig in Gang, und gerade wenn man denkt, man hätte den Twist des Films verstanden, kommt der zweite Twist daher. So schafft es der Film, einen zufrieden, aber dennoch mit einem mulmigen Gefühl ob der am Schluss des Films aufgeworfenen Frage, aus dem Kinosaal zu entlassen.
So, ich habe nach höchsten professionellen Maßstäben der Kritikerzunft meine Meinung zum Film dargelegt, Zeit etwas subjektiver zu werden: Rorschach!
Eins ist sicher: Zu den beiden coolsten Typen der modernen Filmgeschichte, Vin Diesel als Riddick und Jason Statham als Transporter, gesellt sich jetzt Jackie Earle Haley als Rorschach. Ein eiskalter Typ, dessen Stimme einen schon bei den ersten Worten seines von ihm vorgelesenen Tagebuchs vollkommen für sich vereinnahmt. Die dramatische Geschichte rund um seine gnadenlose Einstellung gegenüber Verbrechern beeindruckt genauso, wie die bedingungslose Loyalität zu seinen moralischen Vorstellungen, die er bis zum Schluss stets beibehält. Ohne Rorschach wäre dieser gesamte Film einfach nicht halb so gut geworden wie er jetzt ist. Und ihm kauft man letztendlich auch die Brutalität, die er an den Tag legt, ab.
Fazit:
Watchmen ist eine beeindruckende Geschichte und hätte das Potenzial zu einem moderner Klassiker. Jeder, der sich darüber im klaren ist, dass er keine typische Comicverfilmung besucht, müsste zufrieden aus dem Kinosaal schreiten. Dennoch gibt es da diese ein oder zwei Schwächen, das Gefühl, dass er nicht hundertprozentig perfekt ist. Ach ja, und natürlich hat der Film noch etwas, was andere nicht haben: Rorschach!
4,5 von 5 Toastern






Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen
by Pfirsich
Und wie der Pfirsich aus der Asche: Ich bin zurück! Nach mehrwöchiger Abwesenheit aufgrund einer Computerreperatur (die allerdings keineswegs geglückt ist) bin ich nun wieder zurück und voll Energie. Und woran lässt man am besten seine überschüssige Wut aus? An miserablen Filmen! Also habe ich beschlossen mir den wohl schnulzigsten Unsinnsfilm anzusehen den das noch junge Jahr 2009 hervorgebracht hat: Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen.
Zunächst einmal zu dem Filmtitel. Hier geht mein dank besonders an meine Cousinen, die mir vor einigen Wochen mal über den Inhalt der Bücher berichteten – ein Phänomen dass vollends an meiner Altergruppe vorbeigegangen ist. Das erste Buch heißt im Original offensichtlich Twilight, im Deutschen allerdings Bis(s) zum Morgengrauen. Ein halbwegs vernünftiger Titel wurde also im Deutschen mit einem miserablen, wirklich ganz ganz schlimmen Wortspiel vertauscht, weswegenich auch hier noch einmal ALLE Autoren anhalten möchte ihren Büchern einfach die Titel der Hauptcharaktere zu geben, wiebeispielsweise bei Harry Potter, so würden uns diese Hirngespinste irgendwelcher hirnverbrannter Verlagsmitarbeiter erspart bleiben. Für den Kinotitel hat man natürlich inkonsequenterweise wieder den Originaltitel genommen und ihn mit dem Deutschen Titel brutalst verquirlt – Fluch der Karibik lässt grüßen.
Ich ging also mit gemischten Filmen ins Kino: Schlimmstenfalls erwartete mich eine ganz furchtbare, furchtbare Schnulze, bestenfalls allerdings konnte ich auf einen netten Teenie-Film mit coolen Vampiren, sowie exzessiv viel Blut und Morden hoffen. Doch zunächst einmal zum Inhalt.
Die 17-jährige (Überraschung: die Darstellerin Kirsten Stewart ist wirklich erst 17) „Bella“ Swan (Und wiedermal muss ich zufälligerweise an Fluch der Karibik denken) zieht zu ihrem Vater Charlie in das einsame Ostküstennest Forks. Sie will der neuen Liebe ihrer Mutter mit einem Baseballstar nämlich nicht im Wege stehen. Jetzt fragt man sich instinktiv: Gibt es so viele Baseballstars in den frühen 50ern die ihre Mutter daten könnte (gibt es nicht) oder ist sie vielleicht so heiß, dass sie einen dermaßen jungen Baseballspieler um den Finger wickeln kann (ist sie nicht). Nur eines von vielen Mysterien, die diesen Film durchziehen. Die junge Bella kommt also in der neuen Schule an. Und wie wir aus zahlreichen Teenie-Filmen wissen, wird sie, als schüchternes Mädchen das sie ist natürlich sofort… in die coolste Clique aufgenommen! Halt, Moment! Müsste sie nicht von den fiesen Cheerleaderinnen fertiggemacht werden? Und wieso besteht die coolste Clique der Schule aus dem Schulzeitungsteam? Bin ich im falschen Film?!?! Jahrelanger sorgfältiger Konsum amerikanischer Teeniefilme hat mich doch gelehrt dass Nauankömmlinge immer sofort gemobbt und fies behandelt werden, dass die Leute die die Schülerzeitung machen immer unbeliebt sind, und vor allem dass das Football-Team niemals nicht mit ihnen befreundet sein kann! Mysterium Nummer zwei in diesem Film.
Bella (Dieser Name soll meiner Meinung nach eine subtile Anspielung auf ihr Äußeres sein, macht nichts wenn ihr das nicht versteht, ist ziemlich subtil!) sieht eine Gruppe von Schülern den Raum betreten, als sie gerade mit den coolen Kids in der Cafeteria sitzt. Doch man sagt ihr sofort, dass das die Außenseiter der Schule sind, die Familie Cullen. Alles Kinder, die von einem Pflegevater adoptiert wurden und, ihr lest richtig, sich nur untereinander paaren. Ich erblicke also auf dem Bildschirm die Außenseiter der Schule. Doch moment. Da kommen doch nicht die Außenseiter, dass müssen doch die coolen Kids sein, alleine danach zu urteilen wie unglaublich viel besser die Mädchen aussehen! Aber nein, dieser Film spielt in einer verkehrten Welt. Das Mädchen erblickt dann den einzigen Single dieser schrägen Familie, Edward Cullen. Ich sitze nun, werte Leser, gespannt im Kinosessel. Meine Cousinen berichteten mir, dass er laut Buch engelsgleich schön sein soll. Wer sollte ihn also spielen? Ich war mir ziemlich sicher, dass ich nicht mitgespielt hatte, aber wer außer mir sollte den so engelsgleich schön sein wie im Buch beschrieben? Und da kam die Überraschung. Ein Gesicht, dass ich weniger als engelsgleich, vielmehr als eine Mischung aus einem jungen, schwer verprügelten Arnold Schwarzenegger und dem Glöckner eines bestimmten Pariser Domes bezeichnen würde.
Auch die Zukunft dieses Filmes hält nicht viel besseres bereit: Der junge Edward (im Film 17, in Realität 22) tut anfangs angeekelt, was sich allerdings später als Versuch darstellt, die junge Bella wegzuscheuchen. Denn er ist so verliebt in ihren Geruch (!), dass er sie sofort aussaugen will, was ihre Beziehung zu einem gefährlichen, dramatischen Drahtseilakt zwischen hemmungsloser, leidenschaftlicher Liebe und den brutalen Gelüsten und Trieben eines Vampirs macht. Einmal Innovationspreis, bitte!
Außerdem kommt heraus, dass die Cullens Vampirvegetarier sind, die sich nur von Tierblut ernähren, weiol sie Menschen kein Leid zufügen wollen (Botschaft!).Edward versucht natürlich sie daran zu hindern ihm zu nahe zu kommen, unter anderem in folgendem dramatischen Augenblick: Er will Bella auf die Spitze eines Berges bringen, um ihr im Sonnenlicht zu zeigen, was für ein Monster er wirklich ist. Ich erwarte mir also, dass Edward im Sonnenlicht Flammen spucken muss, seine Augen rot leuchten, seine Vampirzähne zum Vorschein kommen und er mehr nach Bestie als nach Mensch aussieht. Und Edward kommentiert seine Verwandlung auch mit einem „Siehst du, was für ein Monster ich bin?!?“. Und was passiert? Was passiert nun?? Seine Haut fängt an zu glitzern. Ja. Das wars, die Show ist vorbei. Er sieht aus wie das Gesicht einer 6-Jährigen die sich als Fee verkleidet. Kein Monster, kein garnichts. „Oh Göttchen, meine Haut glitzert, ich bin in Monster!“ Schonmal Brandopfer gesehen du Spinner?!?!
Aber Edward und Bella kommen trotz dieser „schockienden“ Entwicklung zusammen und so lernt Bella dann auch seine Familie kennen und sie spielen zusammen – wie natürlich jeder Vampir – Baseball. Doch dabei treffen sie auf einen Vampir, dersich Bella als Opfer aussucht und Jagd auf sie macht. Undohne jetzt zuviel vom Ausgang des Films verraten zu wollen: Es wird Blut ausgesaugt. Ohne, ich wiederhole: Ohne Vampirzähne. Denn die Tuntenvampire in diesem Film haben nicht einmal Vampirzähne. Und da ist ein Vampirfilm für mich einfach gestorben, wenn Vampire keine Vampirzähne haben.
Und wo wir gerade bei Logikfehlern sind: Wenn du 90 Jahre alt bist, aber aussiehst wie 17… Warum zur Hölle gehst du dein ganzes verfluhtes Leben von einer Schule zur nächsten? Und warum entspricht dein gesitiges Alter nicht deinem tatsächlichen, sondern deinem körperlichen? Warum benimmt sich ein 17jähriger Vampir wie ein 14jähriger Teenager? Ist das nicht wie diese 50jährigen aufgespritzten Hollywooddiven die sich wie 20 benehmen? Ich dachte immer wir Männer wären da klüger!
Was kann ich also als Botschaft aus diesem Film mitnehmen? Wenn du anders bist, dann versuche dich so gut wie möglich anzupassen, verneine dich, bezeichne dich als Monster und halte alle normalen Menschen von dir fern. Nur Baseball, dass kannst du noch spielen. Und natürlich: Es ist OK, Tiere zu töten und ihr Blut zu trinken, solange du keine Menschen umbringst. Und (last but not least) an der Ostküste sind alle Loser cool und die Coolen Kids Loser.
Fazit: The Happening hat 1,5 Toaster bekommen, und dieser Film ist zwar schmalzig, aber besser als The Happening.
2 von 5 Toastern






Der Mann der niemals lebte
by Pfirsich
Zunächst einmal: Dieser Film hat den wahrscheinlich schlechtesten Trailer aller Zeiten. Warum? Als ich ihn mir Ansah, dachte ich logischerweise, es geht um einen CIA-Agenten und den Kampf gegen dessen Vorgesetzten: Der CIA-Agent fühlt sich schuldig für einige seiner Taten und will aussteigen, doch sein Vorgesetzter kann das nicht zulassen und fängt an ihn zu jagen und sein Leben nach und nach auszulöschen. Deswegen auch „Der Mann der niemals lebte“. Klingt logisch? Hat aber mit dem Plot nichts zu tun, denn die Szenen aus dem Trailer wurden willkürlich zusammengeschnitten und zeigen lediglich wie sich CIA-Agent Roger Ferris (Leonardo DiCaprio) und sein Vorgesetzter und Abteilungsleiter der Nahost-Abteilung, Ed Hoffman (Russel Crowe) immer wieder streiten, gibt (zumindest ging es mir so) dadurch aber ein völlig falsches Bild vom Inhalt des Films.
Inhalt:
Nun aber zum Plot: Agent Roger Ferris ist undercover im nahen Osten, auf der jagt nach der Al-Quaida. Immer am Handy ist dabei sein Vorgesetzter Ed Hoffman, der Ferris Einsätze plant und überwacht, ihn dabei mithilfe von einer Drohne in der Luft auch stets im Auge hat. Doch immer wieder gibt es Streit zwischen den beiden, da Hoffman von seiner sicheren Festung in Langley aus fast täglich Ferris Leben riskiert.
Nach einer Reihe von Bombenattentaten in Europa jagen Ferris und Hoffman deren Urheber, Terrorchef Al-Saleem (Alon Aboutboul). Doch sie kommen nicht wirklich voran, weswegen Kontakt zum jordanischen Geheimdient und dessen Chef, Hani Salaam (Mark Strong) aufgenommen wird. Während Ferris Salaam auch vertraut und versucht ein Vertrauensverhältnis zu ihm aufzubauen, wird dies von seinem Chef Hoffman allerdings immer wieder durch rücksichtslose Eingriffe in die Operation torpediert. Dann bandelt Ferris auch noch mit der jordanischen Krankenschwester Aisha (Golshifteh Farahani) an…
Schauspieler:
Leonardo DiCaprio stellt den Gehimagenten Ferris gut dar, der notwendig kaltblütige aber im Herzen gute Agent kommt fast immer an (Ausnahme siehe unten). Russel Crowe wird allerdings nicht so gewürdigt. Trotz all seiner Arroganz und Selbstsüchtigkeit ist mir der CIA Chef sofort sympathisch – umso ärgerlicher dann, dass ihm leider nicht genug Spielzeit gegeben wird um sein offensichtliches Talent in dieser Rolle genug auszuspielen. Eine überraschend gute Leistung liefert Mark Strong als jordanischer Geheimdienstchef Hani Salaam ab, er bringt den kalten und berechnenden Mann stets perfekt rüber.
Kritik:
Zunächst einmal mus man sagen: Der Mann der niemals lebte ist ein sehr guter Film. Es ist ein auf Realismus getrimmter Agententhriller, und sobald man das erste mal sieht, wie Ferris mithilfe von Drohnen aus der CIA-Zentrale beobachtet wird, kauft man dem Film den Realismus auch kompromißlos ab. Im Gegensatz zu Ridley Scotts letzten Werk, American Gangster, fehlt es hier nicht an Spannung, der Film bleibt immer in Fahrt. Manchmal auch zu sehr, aber mehr dazu weiter unten.
Sehr gut gelungen sind die Szenen, in denen Hoffman wie immer mit seinem Freisprech-Headset herumläuft und mit Ferris kommuniziert, dabei aber die ganz normalen Tätigkeiten seiner Rolle als Vater übernimmt. So hilft er zum Beispiel seinem kleinen Sohn auf der Toilette richtig zu treffen, während er wieder mit Ferris über eine Liquidierung spricht.
Ferris allerdings ist mir persönlich etwas zu „weich“ dargestellt. Er jammert rum nachdem er notwendigerweise einen Informanten erschossen hat – das kaufe ich einem Agenten, der schon seit Jahren bei der CIA aktiv ist, nicht ab. Gut eingearbeitet ist allerdings Ferris’ Liebesbeziehung zu Aisha: Sie wirkt nie gezwungen in den Film hineingepresst um etwas Romantik zu haben, sondern gliedert sich nahtlos in die Geschichte ein.
Was mich allerdings bei Der Mann der niemals lebte negativ aufgefallen ist: Der Film bleibt stets nur an der oberfläche der Charaktere, da hätte ich mir etwas mehr Zeit zur Charakterzeichnung gewünscht. Es wird mehrmals gezeigt, dass Hoffman eine Familie hat, aber alles in allem wird sie zu wenig gezeigt. Mit ein paar Szenen mehr beim Abendessen oder im Gespräch mit seiner leider nie gezeigten Frau hätte der Gegensatz zwischen Familienmensch und CIA-Agent besser dargestellt werden können. Ähnlich verhält es sich mit Ferris: Man erfährt immer mal wieder kurz, dass er sich gerade scheiden lässt, aber Hintergründe werden nicht bekannt. Auch hier hätte ich mir dann etwas mehr Zeit mit dem Hintergrund des Charakters Ferris gewünscht. Diese zu oberflächliche Charakterzeichnung funktionierte vielleicht bei Black Hawk Down mit einem dutzend Hauptcharakteren, allerdings ist mit das bei einem Film um nur zwei Personen eifnach nicht genug.
Ein zweiter Kritikpunkt hängt auch mit Zeitproblemen des Films zusammen: Während Ridley Scott es verblüffenderweise meist schafft auf dem schmalen Grad zwischen schnellem Wechsel der Schauplätzen und genügend Spielzeit für den einzelnen Platz zu bleiben, ist es trotzdem ab und an der Fall, dass Scott zu schnell wechselt und so etwas zu viel Fahrt aufnimmt wo eine etwas gemächlichere Herangehensweise an die Szene besser gewesen wäre.
Den fehlenden letzten Toaster hätte sich der Film leicht mit einer halben Stunde mehr Spielzeit wieder hereinholen können, die besonders Russel Crowe mit einigem mehr an Szenen gewürdigt hätte.
Fazit:
Der Mann der niemals lebte ist ein wirklich guter, auf Realismus getrimmter Agententhriller. Wer sich für das Genre interessiert, sollte unbedingt mal reinschauen.
4 von 5 Toastern






Überraschend gut
Diesmal eine sehr kurze Kritik, denn es ist eine Zeit her, seit ich den Film gesehen habe.
Kritik
Als ich „Wanted“ anschaute, waren meine Erwartungen gering: Mittelmäßige Actionballerei. Aber ich wurde glücklicherweise überrascht. denn was sich dem Zuschauer präsentiert, ist eine großartige Actioneinlage, die den ganzen Film dauert.
Nach den etwa 5 bis 10 Minuten Vorgeplänkel wird der Finger auf dem Abzug gelassen – den ganzen Film hindurch. Wer nichts gegen puren Unrealismus hat, sich vor einer magischen Webmaschine die einfach Namen ausspuckt oder um die Ecke fliegenden Kugeln nicht fürchtet, der wird absolut seinen Spaß haben. Denn die etwas seltsame Story und der leidlich überraschende Überraschungs-Twist verblassen vollkommen gegenüber der purem Unterhaltung die dieser Film bietet. Popcorn Kino hat durch diesen Film einen neuen König gefunden.
Auch James McAvoy überzeugt. Er passt vom Typ her perfekt auf den Loser-Typen den man am Anfang vorgesetzt bekommt, ohne dabei gleich ein liebenswerter Versager zu sein, der aber gegen Ende der totale Mädchenschwarm wird. Man freut sich dass diese blöden Highschool-Musical-Like Typen noch nicht ganz in Hollywood angekommen sind. Bei der männlichen Besetzung scheint zumindest im großen Filmgeschäft noch jemand mit Eiern in der Hose das sagen zu haben.
Apropos Männer: Angelina Jolie spielt mit! Wenn das nicht mal wieder ein Grund zum Gang ins Kino ist, denn ihre Tattoos (von denen sie in ihrer Rolle noch mehr hat als sonst) bewundert man auch sehr gerne im Großformat.
Fazit:
Als ernsthafter Kritiker darf man „Wanted“ eigentlich nicht besser als mit einer 6/10 bewerten. Aber seit wann kümmer ich mich darum was ernsthafte Kritiker denkne. Der Film macht Spaß – vom Anfang bis zum Schluss. Daher würde ich gerne 5/5 Toastern vergeben. Doch um nicht vollkommen auf die unseriöse Schiene abzugleiten gebe ich:
4 von 5 Toastern






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