
Der Womanizer
by Pfirsich
Ich muss gestehen, ich bin diesen Film angegangen, da ich mal wieder eine richtig böse Kritik schreiben wollte. Eine blödsinnige Liebeskomödie mit Jennifer Garner? Das sind zwei Dinge, die diesen Film für mich gedanklich schon sterben ließen. Allerdings wurde ich eines besseren belehrt. Den ob man es glauben will oder nicht, der Film ist tatsächlich recht unterhaltsam.
Inhalt:
Connor Mead (Matthew McConaughey) ist Modefotograf und ein Playboy, der seines gleichen sucht. Gerade eben noch aus dem Bett eines Popstars gestiegen, schon mal schnell mit den letzten drei Verehrerinnen per Conference Call Schluß gemacht – das ist sein Leben. Doch ärgerlicherweise muss er zur Hochzeit seines Bruders Paul (Breckin Meyer), wo er dann auf noch auf Brautjungfer und Jugendliebe Jenny (Jennifer Garner) trifft.
Doch als er sich gerade über die letzte Brautjungfer hermachen will, mit der er noch nicht geschlafen hat, erscheint ihm im Bad sein Onkel Wayne (Michael Douglas)(der ihn einst zum Playboy erzog), der ihm ankündigt, drei Geister werden ihm bis zum nächsten Morgen (dem Tag der Hochzeit) besuchen. Welche Geister? Der Geist der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Freundinnen. Und natürlich wollen die ihn überzeugen, es doch nochmal mit Jenny zu versuchen.
Schauspieler:
Matthew McConaughey spielt am Anfang den unsympathischen Macho und am Ende (natürlich) den Geläuterten. Problem: Die beiden unterscheiden sich von der Mimik und vom Ausdruck kaum. Jennifer Garner hat in ihrer Rolle als 08/15 RomCom Mädel keinerlei Probleme, bekommt aber zu wenig Screentime (für mich etwas sehr erfreuliches) um ihr erscheinen auf dem Cover zu rechtfertigen. Überraschung des FIlms ist Michael Douglas, der als alter Herzensbrecher eine Glanzleistung darbietet.
Kritik:
Ich muss sagen, ich bin bei diesem Film nur nach dem Poster gegangen. Aber tatsächlich inde ich es eine wirklich nette Idee, die Weihnachtsgeschichte auf diese weise leicht zu verändern. Allerdings hätte diese Adaption etwas weniger offensichtlich sein können, stellenweise wurde unangenehm viel von der Vorlage übernommen.
Außerdem wirkt der Film auf mich etwas sehr komprimiert, ein paar Fraueneskapaden mehr hätten der Geschichte sicherlich nicht geschadet. Auch die Hintergründe und Geschichten der verschiedenen Charaktere hätten noch etwas besser beleuchten werden können. Kurzum: Eine halbe Stunde mehr hätten Der Womanizer zu einem wirklich guten Film machen können. Doch so wie er ist, bleibt nur wenig über ihn zu sagen: Die Playboy Geschichte wird charmant rübergebracht und die Witze haben teilweise sogar etwas Geist, was bei Komödien heutzutage doch verwundert. Überraschung des Films ist sicherlich Michael Douglas’ Performance als alter Playboy, die wirklich großartig ist. Lediglich das Ende wirkt etwas seh altbacken, da hätte man noch etwas erfidnerischer sein können. Aber das gehört vielleicht so zur Vorlage. Alles in allem eine durchaus gut gelungene Romantikkomödie.
Fazit:
Nette Romantikkomödie für Freunde des Genres. Kurzweilige Unterhaltung, die schnell wieder vergessen ist.
3 von 5 Toastern






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