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Batman Begins the second time
by Pfirsich
So, heute war es endlich soweit. Vorher nochmal schnell Batman Begins angeschaut und dann endlich konnte ich in die Vorpremiere zu „The Dark Knight“. Nur leider, wie der Moderator dieser Vorpremiere sagte, konnte Heath Ledger heute nicht da sein. Morbider Humor. Ob der auch bei Teil 2 von Christopher Nolan’s Batman Saga angebracht wäre, zeigt die folgende Kritik.
Handlung:
Der Joker (Heath Ledger) macht die Stadt unsicher. Er ist ein Krimineller, der nicht etwa auf Geld, sondern nur auf Blut und Morde aus ist (Gamestar Lesern möge hier eine kleine Anspielung auffallen). Doch Batman alias Bruce Wayne (Christian Bale) versucht den Wahnsinn zu stoppen, und zwar mit der Hilfe von Polizist Gordon (Gary Oldman) und seiner besten Freundin und Staatsanwältin Rachel Dawes (Maggie Gyllenhaal). Ins Team stößt auch noch der neue Chef-Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart), der gleichzeitig mit Bruce Wayne um die Liebe der vorher genannte Staatsanwältin eifert.
Schauspieler:
Tja, im Vorfeld wurde ja schon viel zur brillianten Leistung von Heath Ledger gesagt, und diesem Ruf kommt der vormals-Australier ab einer gewissen Aufwärmphase auch nach. Doch ob das Oscar-verdächtig ist muss sich erst noch zeigen.
Christian Bale spielt wie Christian Bale spielt. Was der spielt wird zu… Oscar… oder so ähnlich. Er ist halt einfach einer meiner Lieblingsschauspieler. Er kann zwar nicht ganz mit der Leistung von Ledger mithalten, aber das liegt an der Rolle, die leicht introvertierter angelegt ist.
Aaron Eckhart macht sich insgesamt gut, man schließt den kleinen richtig ins Herz bevor er Opfer einer misslungenen Schönheitskorrektur wird.
Gary Oldman, Michael Caine und Morgan Freeman spielen klasse und passen auf die Rolle, genau wie man es gewohnt ist.
Kommen wir zu Maggie Gyllenhaal. Ich weiß echt nicht warum sie für die Rolle gewählt wurde. Ich meine diese Rolle verlangt keinerlei Schauspielerisches können. Das könnte fast Kendra Wilkinson spielen.
Und leider kann auch mein gewohntes „Sie sieht halt gut aus“ hier nicht ins Spiel gebracht werden. Denn egal was man ihr auch immer für Dingen nachsagen kann sie sieht einfach nicht gut aus.
Kritik:
Tja, sind meine Erwartungen erfüllt worden? Leider nicht ganz. Warum denn nicht? Heath Ledger spielt wirklich klasse, an dem kanns nicht liegen. Maggie Gyllenhall? Kommt nicht oft genug vor um mein Urteil derart zu beeinflussen. Trotzdem ist es ein Grund. Denn was mich stört ist nicht ein einzelner Punkt sondern viele kleine. Die Handlung insgesamt läuft nicht so flüssig wie in Batman Begins,
mir fehlt irgendwie ein richtiger Twist, wie das wiederauftauchen von Ra’s Al Ghul. Mir fehlt Wayne Manor, das sich mittlerweile im Wiederaufbau befindet. Auch Two-Face gefällt mir nicht wirklich. Er taucht plötzlich auf und (vorsicht kleiner Spoiler) stirbt dann am Schluss, hatte also nur einen viertel Film Zeit sich auszutoben (kleiner Spoiler zuende). Auch die zweite Gesichtshälfte von Two-Face ist sehr unglücklich gewählt. Statt dem klassisch Säure-verbrannten und daher eifnach nur etwas verunstalteten Gesicht wurde eine mittelprächtige CGI-Zombie-Gesichtshälfte geschaffen, mit freiliegenden Muskeln und einem freiliegenden Auge, alles eher weniger realistisch, was gerade wenn die neuen Batman Filme einen etwas realeren Charakter haben, sehr unangenehm auffällt. Auch das Ende kommt mir nicht ganz rund vor, ich gehe aus dem Kinosaal und denke ich hätte irgendetwas verpasst. In Batman Begins war es der Rundum gelungene Schluss, Ra’s Al Ghul war verendet, Klappe zu, Affe tot. Und mit dem Hinweis auf den Joker wurde auch gleich noch Lust auf mehr genmacht, da hätten sich die Produzenten mancher Cliffhanger-triefenden TV-Serie mal ne Scheibe von abschneiden können.
Was gefällt mir noch nicht so gut? In The Dark Knight schwebt über jedem Satz ein moralisches Damoklesschwert, die „moralische Keule“ wie es so schön heißt, drischt auf den Zuschauer ein bis sie bricht. Da werden ellenlange Dialoge über gut und böse geführt und versucht, den Joker als die böse Hälfte Batmans zu etablieren. Irgendwann denke ich mir: „Is ja gut, alle Bewohner Gothams böse, aber im Herzen gut, ich habs verstanden, prügelt euch endlich wieder n bisschen!“
Auch noch ein Kritikpunkt am Rande: Es wird zu wenig gekämpft.
Alles in allem hatte ich nach dem Film einfach nicht dieses grundzufriedene Gefühl, das man nach einem Film haben sollte. Achja: Ein Lamborghini Murcielago wird mutwillig zerstört. Das darf man nicht. Das ist nicht richtig.
Warum dann trotzdem die untenstehende Wertung? Nunja, alles in allem ist The Dark Knight einfach ein wirklich guter Film, viele tolle Anspielungen, der Joker ist einfach großartig gespielt, wenn er vorkommt macht das einfach Laune. Also alles in allem „nur“ ein sehr guter Batman Film, aber nicht der filmische Messias, als der dieser Film gepriesen wurde. Mir persönlich gefiel Batman Begins einen Tick besser.
Fazit:
Ich schwanke zwischen 4 und 4,5 Toastern. Aber allein wegen dem Joker sollte man den Film schon einmal gesehen haben, der Batman Fan (für den die Wertung 4,5 Toaster ist) geht ins Kino, der Rest (für den der Film eher 4 Toaster bekommt) kann sich seinen „filmischen Messias“ auch noch in einem halben jahr auf DVD ansehen.
4 von 5 Toastern





Update:
So, nach langem nachdenken ist mir jetzt endlich klargeworden, was mich an diesem Film so gestört hat. „Batman Begins“ drehte sich um Batman. Und nur um Batman. Rachel Dawes kam ein oder zweimal vor, Ra’s kam ein oder zweimal vor. Sonst 100% Bruce Wayne / Batman. Aber in „The Dark Knight“ dreht sich die Geschichte um Batman, den Joker und auch noch Harvey Dent. Um dieses richtige „Wooooho, komm schon Batman, jetzt zeigst dus ihnen mit deinen collen Gimmicks“-Feeling aufkommen zu lassen, wird die Handlung zu stark unter den drei Charakteren aufgeteilt und Batman zu „machtlos“ gegenüber dem Joker dargestellt. Und das ist auch der entscheidende Punkt warum ich mich mit diesem neuen Batman nicht so anfreunden kann. Vorher war Batman übermächtig – immer vorausgeplant, alles im Blick und coole Gimmicks eingesetzt. Dieses mal wirkt es als wäre er dem Joker beinahe hilflos ausgeliefert. Und genau deswegen ist der Film meiner Meinung nach nicht mehr „Batman“ genug. Große moralische Fragen will ich mir beim anschauen eines Batman nicht stellen, ich möchte unterhalten werden. Dass Batman den Joker nur besiegen kann in dem er sich selbst aufgibt finde ich vor dem Hintergrund eines Mannes der Nachts im Fledermauskostüm durch die Stadt jagt einfach nicht so glaubwürdig wie es in einem Film rund um die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele sein sollte. In etwa so unwirklich (naja, das wäre schon etwas unwirklicher) würde es auf mich wirken wenn in SAW V die Todesstrafe und ihr für und wider diskutiert werden, während im Hintergrund munter weitergeschlachtet wird.
Achja, und ich kanns nicht leiden dass die Herkunft des Jokers nicht geklärt wird.
Alles in allem kann man diese Punkte aber auch als meine persönliche Meinung zählen, weswegen ich an meiner eigentlichen Wertung nichts ändere, also 4,5 Toaster für Batman-Fans und 4 Toaster für solche die es nicht sind. Allerdings ist für mich persönlich dieser Film nur noch 4 Toaster wert, weswegen die letzendliche Wertung nun auch nur noch 4 Toaster sein wird.

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