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Gleichermaßen erhofft wie befürchtet. Letzteres zurecht.
by Pfirsich
Inhalt:
Indiana Jones (Harrison Ford) muss im vierten Teil der Serie zusammen mit Sohnemann Mutt (Shia LeBeouf) das Geheimnis eines ominösen Kristallschädels lösen. Doch am Anfang weiß er noch nicht, dass es sein Sohn ist? „Betrug, warum schreibst du dass dann! Warum nimmst du uns die Spannung?!?!“ werden einige jetzt sicher schreien. Aber dass Mutt Indys Sohn ist, überrascht ungefähr so sehr wie die Benennung von Köniogin Amidalas Kindern in „Luke“ und „Leia“ in Star Wars.
Jones muss also samt ominösem Teenager der auf garkeinen Fall sein Sohn ist durch Südamerika düsen, nachdem er von seinem besten Freund verraten wurde und einer böse, böse Russin (Cate Blanchett) bei der Beschaffung eines ominösen, in Roswell gefunden, Körpers (zwangsweise) helfen musste. Und so peitscht, springt, schwingt, prügelt und nicht zuletzt witzelt sich der jetzige Prof. Jones also durch den südamerikanischen Dschungel auf der Suche nach einer ominösen goldenen Stadt.
Schauspieler:
Harrison Ford zeigt wieder absolute Indy-typische Höchstleistungen. Man merkt, dass der Mann in Indiana Jones die Rolle seines Lebens gefunden hat. Überraschenderweise ist auch Shia LeBeouf als Indys Sohn gut, er übertrifft bei weitem meine Vorstellungen dieser eher undankbaren Rolle. Cate Blanchett allerdings ist in Kunstfilmen, Literaturverfilmungen und öden Historienstreifen besser aufgehoben. Die Frau wurde unterfordert, und das merkt man auch.
Kritik:
Schon beim inhaltlichen muss man anfangen zu bemängeln: Aliens waren bisher ja nicht so das Spezialgebiet von Dr. Jones und passen auch nicht in die „Indiana Jones“-Welt, was auch an allen Ecken und Enden störend auffällt. Auch der Bösewicht des Ganzen war schonmal besser: Kämpfte Indy in Teil 1 noch gegen einem bösartigen französischen Konkurrenzarchäologen sowie einen bösartigen deutschen Gestapo-Zwerg, in Teil 2 gegen bösartige Oberpriester die einem sogar das Herz herausrissen, und in Teil 3 gar gegen den Führer persönlich, tritt er nun gegen eine ulkig aussehende Psychorussin mit einem (aufpassen, gefährlich!) ganz furchtbar spitzigen Degen.
Wäre Indy in jungen Jahren noch ganz einfach mit einem Colt gegen die Herumfuchtelei mit den zu groß geratenen tranchiermesser umgegangen, tut sich der Alternde Prof. Jones in Teil 4 ganz fürchterlich schwer damit. Apropos Psychorussin: Wer das „Psycho“ vor der Russin mal in Aktion sehen will, der wird bitterlich enttäuscht. Bis auf ein „Ihre Gedanken sind schwer zu lesen, Professor Jones“ und einem ganz arg bitterbösen Blick danach bekommt man nämlich nichts davon zu sehen. Das kann jede Jahrmarktswahrsagerin besser.
Aber nicht nur die Bösen enttäuschen. Auch die Logikfehler fallen unangenehm in dem Film auf. Man mag ja vielleicht sagen, das stört einen nicht und kleiner Fehler soll man verschmerzen, aber wenn Mutt sich ganz locker ein ein paar Lianen entlanghangelt und damit mal fix eine mit Höchstgeschwindigkeit rasende Fahrzeugkolonne einholt, oder Indy in einem Kühlschrank eine Atombombenexplosion gerade mal 200 Meter entfernt überlebt, dann stört das den Film doch sehr.
Aber noch schlimmer als das alles ist die Vorhersehbarkeit der „Überraschungen“ im Film: Alles schon mal dagewesen. Ich höre noch schmerzlich Kastenbrot neben mir schon 5 Minuten vorher maulen: „Boah, da stürzt jetzt sicher gleich der Boden ein!“. Und was passiert? Der Boden stürzt ein.
Doch wars das mit der Kritik? Nein. Der Film endet derart stupide, lässt einen derart ahnungslos über das Rätsel das gelöst werden sollte zurück, dass man am liebsten zum Filmvorführer hochschreien würde: „Ey, spul doch nochmal zurück!“, weil man denkt irgendetwas verpasst zu haben.
Das einzig spaßige am Film sind die Coop-Auftritte von Mutt und Indiana. Die lustigen Vater-Sohn Gespräche bewahren einen letztendlich dann doch davor, mit einem ganz schlechten Gefühl den Saal zu verlassen.
Fazit:
Lahme Fortsetzung der ersten drei Teile. Macht Spaß wenn man ohne die hohen Erwartungen an einen echten Indiana Jones reingeht.
2,5 von 5 Toastern





Hi Leute,
Möglich, dass es in letzter Zeit eher wenige Updates gab, aber wir versprechen euch, dass demnächst wieder was ansteht.
Auf jedenfall könnt ihr euch Ende des Monats auf eine Kritik über Indiana Jones 4 freuen und vielleicht schon vorher auf einen neuen Comic
Bis (ganz) bald,
Pfirsich & Kastenbrot

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