Run, Fatboy, Run!
Run, Fatboy, Run
by Pfirsich

Wer die (zugegebenermaßen noch nicht sehr große) Kategorie “Filmtipps” kennt, der kennt auch den von mir empfohlenen Film “Big Nothing” mit David Schwimmer und Simon Pegg. Da ist es natürlich selbstverständlich, dass ich mir auch Schwimmers Regiedebut mit Hauptdarsteller… ratet mal… Simon Pegg zu Gemüte führen muss. Ob auch weiterhin gilt: “Filme mit Simon Pegg sind eine Qualitätsgarantie”, das lest ihr hier.

Handlung:
David (Simon Pegg) ist ein Loser allererster Güte. Aufgrund aufsteigender Zweifel ob seiner Qualitäten als ehemann hat er seine Verlobte Libby (Thandie Newton) dereinst am Altar stehen lassen. Schwanger.
Nun sind allerdings 5 Jahre vergangen und dadurch, dass Libby ihre neue Liebe Whit (Hank Azaria) findet, der auch noch versucht Davids Sohn Jake (Matthew Fenton) für sich einzuspannen, begreift David, dass er Libby zurückbekommen will.
Jedoch ist seine einzige Chance den “Nike River Run”, einen Marathon entlang der Themse, mitzulaufen, zu dem Whit auch antritt.
Mithilfe seines besten Freundes Gordon (Dylan Moran), ganz nebenbei dem Cousin von Libby, und seines Vermieters Mr. Goshdashtidar (Harish Patel), versucht der etwas korpulentere David sich innerhalb von 3 Wochen auf den Marathon vorzubereiten, um allen, aber vor allem sich selbst zu beweisen, dass er kein Loser ist.

Schauspieler:
Die Besetzung, die sich Schwimmer für sein Regiedebut ausgesucht hat, ist allererster Güte (nicht anders bei Simon Pegg als Hauptdarsteller zu erwarten). Hank Azaria schafft es trotz (oder vielleicht gerade wegen?) seiner übermäßigen Freundlichkeit brutal unsympathisch zu wirken, Dylan Moran verkörpert perfekt den etwas dusseligen Gordon und Thandie Newton… sieht gut aus. In Ordnung, sie verkörpert Libby wirklich gut. Aber sie sieht eben hauptsächlich gut aus.

Kritik:
“Run, fatboy, Run!” ist eine sympathische Komödie, die nicht ganz frei von Ecken und Kanten. Viele Kritiker beklagen sich über das übermäßige Produktplacement von Nike (2x werden Nike-Schuhe verschenkt und der Nike River Run wurde extra für den Film erfunden), doch mich stört das nicht sonderlich. Im Gegenteil: Ich finde es gibt dem ganzen eine nette zusätzliche Spur Realität. Ab und an kommen kleinere störende Sachen zum vorschein, wenn etwa Whit seine wahre seite zeigt, dann fragt man sich schon, wie er seinen beschissenen Charakter all die Zeit hätte verbergen können. Außerdem ist der Film der Geheimtipp für den Mann, der einen Film sucht in den er mit seiner Freundin gehen kann - sehr komisch aber auch eine Spur romantisch (und ich verabschaue romantische Komödien ansonsten zutiefst).

Fazit:
Eine tolle Komödie, die man durchaus jedem empfehlen kann.

4 von 5 Toastern