
und 5 zurück…
(by Kastenbrot)
Uiuiuiuiui!
Curtis = 500.000-600.000
Graduation = 575.000-700.000
So sehen die aktuellen Zahlen der Billboard Verkaufscharts aus. Im Klartext heisst das: Im Rennen um das erfolgreichste HipHop Album des Jahres ist noch alles offen und nichts entschieden.
Letztendlich kann aber auch der Erfolg(ob es nun Kanye’s oder fiddy’s ist) nichts über die gebotene Qualität aussagen.
Führen wir uns also das neueste Werk unseres Lieblings East-Coast Gangsters zu Gemüte!
Curtis ist 50 cent’s 4. Studioalbum. Den ursprünglich geplanten Titel „Before I Self Destruct“ verwarf der New Yorker aus taktischen Gründen allerdings wieder. Denn nach Get Rich or Die Tryin’, The Massacre und Curtis muss Herr Jackson nur noch 2 Alben abliefern um seinen 5-Alben Deal mit Interscope zu erfüllen. Und da eines davon ein ‘Best Of’ wird, will man sich die Selbstzerstörung wohl bis zuletzt aufsparen.
My Gun Go Off bietet einen angemessenen Auftakt und steht mit seinen agressiven Lyrics und den Waffen-samples in der Tradition von Heat und macht klar: fiddy’s Style hat sich nicht im geringsten geändert. Noch immer dominieren harte Bässe und Snares.
Habe ich nicht gerade was von harten Bässen und Snares gesagt? Nischt da!
Man Down bietet zwar inhaltlich null Abwechslung, das locker eingespielte Klavir-Sample ist nichts desto trotz gelungen und harmoniert perfekt mit 50’s Stimme.
I’ll Still Kill ist der erste Höhepunkt auf Curtis. Das Keyboard im Hintergrund ist zwar gewöhnungsbedürftig, schafft aber eine einzigartige Atmosphäre und bringt die Stimme von Featuregast Akon gut zur Geltung. Gepaart mit den Drums hat dieser Track Hit Qualität!
Wie gewonnen so zerronnen…
I Get Money und Come and Go sind primitiv und nervig produziert und gespickt mit Anti-Flow. „Nicht Gut“ möchte man sagen.
So spartanisch diese beiden musikalischen Ergüsse waren, so überproduziert ist Ayo Technology (Feat. Justin Timberlake). Kein Wunder. Steckt doch hinter dem Track kein geringerer als Starproduzent Timbaland. Peinliches Paris Hilton Sex-Tape like Video hin oder her(hab ich das eben geschrieben oder nur gedacht?), guter Track!
Track Nummer 8 ist mein persönliches Lieblingslied auf Curtis.
Follow My Lead (Feat. Robin Thicke) ist angenehm entspannt intoniert und verleitet zu spontanem Kopfnicken.
Allzu hart holt mich Movin On Up (Prod by Jake One) wieder auf den harten Boden der Ghetto Realität zurück(Stichwort ‘harte Bässe’ etc.).
Straight To The Bank bildet in der Beziehung auch keine Ausnahme. Zwar ist hier weitestgehend auf ‘Ghetto’ verzichtet worden, sonderlich einfallsreich sind Texte über die 10 Häuser, 20 Autos und 50 Frauen die man als Rapper so hat aber auch nicht.
„Amusement Park schickt sich an ein zweites Candyshop zu sein…“ wurde teils kritisiert. Ich sehe daran nichts negatives. Schließlich war Candyshop ein Megahit und hat neue Maßstäbe für Pornorap gesetzt.
Was beim Original allerdings noch in witzige Rhymes verpackt wurde(„I got the Magic Stick…“) wirkt bei der Fälschung reichlich plump und ordinär.
Zwei erwähnenswerte Lieder bleiben zu nennen:
Peep Show (Feat. Eminem) und Touch The Sky (Feat. Tony Yayo).
Peep Show ist ein absolutes Negativbeispiel einer Featureauswahl.
Abgesehen von dem fragwürdig laschen Beat, fällt vor allem auf, dass Eminem fiddy in seinem extrem kurz geratenen Part lyrisch und flowtechnisch die Hosen auszieht.
Der letzte Track – Touch The Sky – ist ein echter partysong. Zwar nervt der Gangster Style nach 55:45 Minuten langsam etwas, doch einen guten Abgang bietet Touch The Sky allemal.
Alle nicht erwähnten Tracks (Fully Loaded Clip, Fire, All Of Me und Curtis 187) sind nichts weiter als unnötige und lieblos gemachte Platzfüller.
Um noch einmal zur Frage nach dem Besten HipHop Album des Jahres zurückzukommen:
Curtis ist ein durchschnittliches bis gutes Album, erreicht Graduation aber nicht im Geringsten.
In punkto ‘Härte’, Direktheit und Gangstergehabe macht dem Altmeister des Genres keiner was vor. Sich mit einem solch geringen Ideenreichtum und einer derart durchschnittlichen Umsetzung aber in solch ein Rennen zu schmeissen (und dann auch noch davon auszugehen, eine echte Chance zu haben) ist illusorisch.
Curtis bietet auf Curtis zwar guten Gangsterrap, aber eben nichts besonderes.
Deswegen ‘nur’
4 von 5 Toastern






4 comments
Comments feed for this article
Sonntag, 23. September 2007 um 15:03
sushi
hee da, macht doch nid nur von hiphop-alben kritiken, sondern auch was für die allgemeinheit (=mich). n bissl was metallisches oder röckliches wäre mal nett =3
ps: 50 is eh doof.
Sonntag, 23. September 2007 um 15:07
Pfirsich
Ich kann dich verstehen, aber sowohl Kastenbrot als auch ich mögen nunmal HipHop. Deswegen werdet ihr hier wohl nie die Kritik zum aktuellen Album von Mika oder Britney Spears lesen.
Sonntag, 23. September 2007 um 15:11
kastenbrot
also metal muss nich sein ^^
aber ich werd mal schauen vlt. findet sich was roggisches zum kritisieren.
ich muss unserem steinobst recht geben.. wir hören nunmal hauptsächlich urbane musik.
also rock evtl. aber pop oder gar techno etc. auf keinen fall!
Sonntag, 30. September 2007 um 22:11
sushöö
pop? techno? sadisten wäret ihr! njo, des mit den foo fighters is doch schonma echt klasse! *detgibtnendaumen*