So, statt einer langen Kritik mach ich heute winzigkleine Kurzkritiken zu aktuellen Kinofilmen.



Hancock

Hancock is die Nummer 1 in den deutschen Kinos. Daherkönnt ihr auch in jedem Käseblättchen irgendeine Kritik finden. Deswegen nur eine minimalistische Kurzkritik, ie ich eher zu den “Filmtipps” zählen würde.

Ja, der Film ist lustig. Zwar nimmt er eine unerwartete Wendung und wird dann eher zum Drama, aber bis dahin isser wirklich ein Brüller.
Will Smith liefert eine klasse One-Man-Show und Charlize Theron… sieht gut aus. Aber mal im ernst, mehr wollen wir von ihr ja auch nicht.

4 von 5 Toastern


Jugend ohne Jugend

“Der neue” von Francis Ford Coppolla. Sehr… “künstlerisch”. Selbst für mich leider nur stückchenweise zu genießen. Und zusätzlich muss auch noch Tim Roth die Hauptrolle spielen, der zwar ein Tarantino-Liebling ist, den ich allerdings ganich sehen kann.
Also wer sich unbedingt ein “Abenteuer” rund um Sprachforschung anschauen möchte, bitte. Aber nicht im Kino, da pennt ihr höchstens weg.

Ohne Wertung, da noch nicht komplett gesehen (aber ich beiß mich durch!)

Southland Tales
by Pfirsich

Von Richard Kelly, dem Macher von Donnie Darko, einem der genialsten Fime jemals, kommt dieses verrückt-skurrile Sci-Fi Epos.
Worum geht es? Jeder versuch das zu erzählen würd ins spoilern ausarten.
Ist der Film gut? Wenn man Donnie Darko mochte, ist er genial!

Obwohl man Richard Kelly Filme eigentlich nicht “bewerten” kann:
5 von 5 Toastern

The Happening
Und es passierte… nichts.
by Pfirsich

M. Night Shyamalan ist meistens ein Garant für gute Unterhaltung. Denn The Sixth Sense, Unbreakable, Signs, The Village: Alle waren sie gute Filme, auch wenn die Qualität stets abnahm.
Doch ist “The Happening” ein ebenso geglückter Streich des Meisters? Wir werden sehen.

Handlung:
Die Handlung ist schnell erzählt. Ein absolut austauschbarer, “ganz gewöhnlicher” Typ, verkörpert von Publikumsmagnet Mark Wahlberg, fährt samt Freundin (mit der er sich etwas zerstritten hat) und Kumpane mit Tochter in einem Zug Richtung irgendwo. Doch plötzlich, wer hätte das gedacht, bringen sich alle Menschen in den Städten um. Kumpane fährt, um seine Frau zu suchen, Tochter bleibt bei Wahlberg samt Freundin. Und natürlich flüchten sie vor der unsichtbaren Macht die das alles verursacht. Was mit unserem Kumpanen passiert, kann sich jeder denken, denn sein Leben ist die einzige Barrikade zwischen dem unglücklichen Ehepaar und der neuen Adoptivtochter, die die Eltern wieder zusammenbringt und sie daran erinnert wie sehr sie sich doch …. blablablablabla.

Schauspieler:
Sie rennen, sie schreien. Das kann jeder, der schonmal volltrunken bei irgendeiner Teenie-Party mitgemacht hat. Achja, am Schluss sterben sie natürlich noch.

Kritik:
Ich schätze, ich konnte es in den ersten beiden Abschnitten schon nicht verbergen: Der Film hat sich nicht gerade meine Gunst erspielt.
Aber er macht es einem auch wirklich schwer. Vollkommen austauschbare Personen, eine Vorhersehbare Charakterentwicklung, eine unglaublich langatmige “Geschichte”.
Und wenn man dann im Kinosessel sitzt und sich auf die Auflösung des ganzen freut, auf die man unter Qualen die letzten Stunden gewartet hat…
Ich schätze ich kann die Auflösung spoilern: Die Natur und die Pflanzen rächen sich. Das wars. Nein, keine Aliens, keine Terroristen, keine Magie, nicht ein einziger Bösewicht. Nein, keine komplexe Auflösung, keine “Aha”-Erlebnis. Man fühlt sich eines guten Schlusses beraubt.
Nur irgendeine Öko-Scheisse, dass der Mensch Gift für diesen Planeten ist und das BLAblablablablablabla.
Da dachte wohl ein Regisseur, er muss den Umweltfreund rauslassen und jetzt die ganze Welt aufklären und warnen. Das is gehörig in die Hose gegangen. Ich selbst, ein absoluter Umweltfreund, hatte nach dem Film gehörig Lust, irgendeinen Baum mutwillig zu zerstören, um meinem Frust an diesem Film ausdruck zu verleihen. Oder einfach nur in der Hoffnung, dass sich die Natur an Mr Shyamalan rächt. Das wär doch mal was.

Fazit:
Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweiliger Film mit ödem Öko-Ende. Da sich wenigstens Kastenbrot in gut angeheitertem (= völlig betrunkenem) Zustand zummindest etwas unterhalten (= andauernd kichernd) gefühlt hat, noch 1,5 Toaster.

1,5 von 5 Toastern

Indiana Jones 4
Gleichermaßen erhofft wie befürchtet. Letzteres zurecht.
by Pfirsich

Inhalt:
Indiana Jones (Harrison Ford) muss im vierten Teil der Serie zusammen mit Sohnemann Mutt (Shia LeBeouf) das Geheimnis eines ominösen Kristallschädels lösen. Doch am Anfang weiß er noch nicht, dass es sein Sohn ist? “Betrug, warum schreibst du dass dann! Warum nimmst du uns die Spannung?!?!” werden einige jetzt sicher schreien. Aber dass Mutt Indys Sohn ist, überrascht ungefähr so sehr wie die Benennung von Köniogin Amidalas Kindern in “Luke” und “Leia” in Star Wars.
Jones muss also samt ominösem Teenager der auf garkeinen Fall sein Sohn ist durch Südamerika düsen, nachdem er von seinem besten Freund verraten wurde und einer böse, böse Russin (Cate Blanchett) bei der Beschaffung eines ominösen, in Roswell gefunden, Körpers (zwangsweise) helfen musste. Und so peitscht, springt, schwingt, prügelt und nicht zuletzt witzelt sich der jetzige Prof. Jones also durch den südamerikanischen Dschungel auf der Suche nach einer ominösen goldenen Stadt.

Schauspieler:

Harrison Ford zeigt wieder absolute Indy-typische Höchstleistungen. Man merkt, dass der Mann in Indiana Jones die Rolle seines Lebens gefunden hat. Überraschenderweise ist auch Shia LeBeouf als Indys Sohn gut, er übertrifft bei weitem meine Vorstellungen dieser eher undankbaren Rolle. Cate Blanchett allerdings ist in Kunstfilmen, Literaturverfilmungen und öden Historienstreifen besser aufgehoben. Die Frau wurde unterfordert, und das merkt man auch.

Kritik:
Schon beim inhaltlichen muss man anfangen zu bemängeln: Aliens waren bisher ja nicht so das Spezialgebiet von Dr. Jones und passen auch nicht in die “Indiana Jones”-Welt, was auch an allen Ecken und Enden störend auffällt. Auch der Bösewicht des Ganzen war schonmal besser: Kämpfte Indy in Teil 1 noch gegen einem bösartigen französischen Konkurrenzarchäologen sowie einen bösartigen deutschen Gestapo-Zwerg, in Teil 2 gegen bösartige Oberpriester die einem sogar das Herz herausrissen, und in Teil 3 gar gegen den Führer persönlich, tritt er nun gegen eine ulkig aussehende Psychorussin mit einem (aufpassen, gefährlich!) ganz furchtbar spitzigen Degen.
Wäre Indy in jungen Jahren noch ganz einfach mit einem Colt gegen die Herumfuchtelei mit den zu groß geratenen tranchiermesser umgegangen, tut sich der Alternde Prof. Jones in Teil 4 ganz fürchterlich schwer damit. Apropos Psychorussin: Wer das “Psycho” vor der Russin mal in Aktion sehen will, der wird bitterlich enttäuscht. Bis auf ein “Ihre Gedanken sind schwer zu lesen, Professor Jones” und einem ganz arg bitterbösen Blick danach bekommt man nämlich nichts davon zu sehen. Das kann jede Jahrmarktswahrsagerin besser.
Aber nicht nur die Bösen enttäuschen. Auch die Logikfehler fallen unangenehm in dem Film auf. Man mag ja vielleicht sagen, das stört einen nicht und kleiner Fehler soll man verschmerzen, aber wenn Mutt sich ganz locker ein ein paar Lianen entlanghangelt und damit mal fix eine mit Höchstgeschwindigkeit rasende Fahrzeugkolonne einholt, oder Indy in einem Kühlschrank eine Atombombenexplosion gerade mal 200 Meter entfernt überlebt, dann stört das den Film doch sehr.
Aber noch schlimmer als das alles ist die Vorhersehbarkeit der “Überraschungen” im Film: Alles schon mal dagewesen. Ich höre noch schmerzlich Kastenbrot neben mir schon 5 Minuten vorher maulen: “Boah, da stürzt jetzt sicher gleich der Boden ein!”. Und was passiert? Der Boden stürzt ein.
Doch wars das mit der Kritik? Nein. Der Film endet derart stupide, lässt einen derart ahnungslos über das Rätsel das gelöst werden sollte zurück, dass man am liebsten zum Filmvorführer hochschreien würde: “Ey, spul doch nochmal zurück!”, weil man denkt irgendetwas verpasst zu haben.
Das einzig spaßige am Film sind die Coop-Auftritte von Mutt und Indiana. Die lustigen Vater-Sohn Gespräche bewahren einen letztendlich dann doch davor, mit einem ganz schlechten Gefühl den Saal zu verlassen.

Fazit:
Lahme Fortsetzung der ersten drei Teile. Macht Spaß wenn man ohne die hohen Erwartungen an einen echten Indiana Jones reingeht.

2,5 von 5 Toastern

Hi Leute,

Möglich, dass es in letzter Zeit eher wenige Updates gab, aber wir versprechen euch, dass demnächst wieder was ansteht.
Auf jedenfall könnt ihr euch Ende des Monats auf eine Kritik über Indiana Jones 4 freuen und vielleicht schon vorher auf einen neuen Comic :-)

Bis (ganz) bald,
Pfirsich & Kastenbrot

Einen schönen Tag des Bieres, euch allen!

BIER

Juno
Juno
by Pfirsich

So, ich habe jetzt keine Lust ne ganze Kritik zu schreiben weil ich schon Samstag 4 Stunden am Blog gesessen bin, aber “Juno” ist einfach eine großartige Komödie von den Machern von “Thank you for Smoking”.
Ganz klar

5 von 5 Toastern

So Leute,
während Kastenbrot mal wieder hemmungslos allen alkoholischen Vergnügungen fröhnt, habe ich in mühevoller, 4stündiger Arbeit (ja, diese Comics sind verdammt zeitaufwändig ;-) ) den wohl längsten Comic in der Geschichte des Linksabbiegerblogs für euch gezeichnet.

Linksabbieger Wars

by Pfirsich
Linksabbieger Wars

Wir freuen uns wie doof darüber, dass wir vor kurzem die unfassbare Zahl von 20 * 10³ Besuchern erreicht haben!
Natürlich gibt es demnächst ein großes Special um diesen bahnbrechenden Erfolg gebührend zu celebrieren, also schaut regelmäßig vorbei.
Danke dafür, dass ihr unseren Mist anschaut und bleibt uns treu.
Eure Schneekönige,

Kastenbrot & Pfirsich

Run, Fatboy, Run!
Run, Fatboy, Run
by Pfirsich

Wer die (zugegebenermaßen noch nicht sehr große) Kategorie “Filmtipps” kennt, der kennt auch den von mir empfohlenen Film “Big Nothing” mit David Schwimmer und Simon Pegg. Da ist es natürlich selbstverständlich, dass ich mir auch Schwimmers Regiedebut mit Hauptdarsteller… ratet mal… Simon Pegg zu Gemüte führen muss. Ob auch weiterhin gilt: “Filme mit Simon Pegg sind eine Qualitätsgarantie”, das lest ihr hier.

Handlung:
David (Simon Pegg) ist ein Loser allererster Güte. Aufgrund aufsteigender Zweifel ob seiner Qualitäten als ehemann hat er seine Verlobte Libby (Thandie Newton) dereinst am Altar stehen lassen. Schwanger.
Nun sind allerdings 5 Jahre vergangen und dadurch, dass Libby ihre neue Liebe Whit (Hank Azaria) findet, der auch noch versucht Davids Sohn Jake (Matthew Fenton) für sich einzuspannen, begreift David, dass er Libby zurückbekommen will.
Jedoch ist seine einzige Chance den “Nike River Run”, einen Marathon entlang der Themse, mitzulaufen, zu dem Whit auch antritt.
Mithilfe seines besten Freundes Gordon (Dylan Moran), ganz nebenbei dem Cousin von Libby, und seines Vermieters Mr. Goshdashtidar (Harish Patel), versucht der etwas korpulentere David sich innerhalb von 3 Wochen auf den Marathon vorzubereiten, um allen, aber vor allem sich selbst zu beweisen, dass er kein Loser ist.

Schauspieler:
Die Besetzung, die sich Schwimmer für sein Regiedebut ausgesucht hat, ist allererster Güte (nicht anders bei Simon Pegg als Hauptdarsteller zu erwarten). Hank Azaria schafft es trotz (oder vielleicht gerade wegen?) seiner übermäßigen Freundlichkeit brutal unsympathisch zu wirken, Dylan Moran verkörpert perfekt den etwas dusseligen Gordon und Thandie Newton… sieht gut aus. In Ordnung, sie verkörpert Libby wirklich gut. Aber sie sieht eben hauptsächlich gut aus.

Kritik:
“Run, fatboy, Run!” ist eine sympathische Komödie, die nicht ganz frei von Ecken und Kanten. Viele Kritiker beklagen sich über das übermäßige Produktplacement von Nike (2x werden Nike-Schuhe verschenkt und der Nike River Run wurde extra für den Film erfunden), doch mich stört das nicht sonderlich. Im Gegenteil: Ich finde es gibt dem ganzen eine nette zusätzliche Spur Realität. Ab und an kommen kleinere störende Sachen zum vorschein, wenn etwa Whit seine wahre seite zeigt, dann fragt man sich schon, wie er seinen beschissenen Charakter all die Zeit hätte verbergen können. Außerdem ist der Film der Geheimtipp für den Mann, der einen Film sucht in den er mit seiner Freundin gehen kann - sehr komisch aber auch eine Spur romantisch (und ich verabschaue romantische Komödien ansonsten zutiefst).

Fazit:
Eine tolle Komödie, die man durchaus jedem empfehlen kann.

4 von 5 Toastern